Es wird regnen. Nicht vielleicht, sicher. Wer länger als eine Woche unterwegs ist, erwischt Schauer, und genau hier trennt sich Camping-Frust von Camping-Gelassenheit: Der Regentag ist planbar wie jeder andere.
Der Camper-Superpower: wegfahren
Kein Hotelgast kann, was du kannst: dem Wetter davonfahren. Wer die Route locker hält, schaut morgens in die Wetter-App und verschiebt sich hundert Kilometer auf die Sonnenseite des Wetterberichts, in der Nebensaison sind Plätze frei genug, um spontan umzudisponieren. Manchmal ist das beste Regen-Equipment ein voller Tank.
Wenn du bleibst: die Matschschleuse
Der eigentliche Feind ist nicht der Regen, sondern der Dreck, der mit hineinkommt. Die Lösung heisst Schleuse: Fussmatte vor der Tür, Kistchen für nasse Schuhe direkt am Eingang, Mikrofasertücher griffbereit, nasse Jacken nach vorne in die Fahrerkabine statt in den Wohnraum. Markise oder Vorzelt schaffen einen trockenen Vorraum, in dem der Matsch bleibt. Und: lüften trotzdem, nasse Luft im geschlossenen Camper wird schneller zum Problem als der Regen draussen.
Die hohe Kunst des Regentags
Und dann gibt es die Tage, an denen man den Regen einfach gewinnen lässt: Kaffee auf dem Herd, Regentrommeln auf dem Dach (das beruhigendste Geräusch der Camperwelt), Karten, Bücher, ein Film auf dem Tablet. Wer Kinder dabei hat, packt vorher eine Schlechtwetterkiste, die nur an Regentagen geöffnet wird. Am Ende erinnern sich alle seltsamerweise am liebsten an genau diese Tage.
🌧 Regensicher buchen: Achte bei unsicherem Wetter auf Plätze mit befestigtem Untergrund, die Wiese, die bei Sonne idyllisch ist, wird nach zwei Regentagen zur Rangierübung.
Themenrecherche u. a. im roadsurfer-Blog sowie in den Ratgebern von TCS, VanSite und weiteren Camping-Magazinen; Text und Einordnung: Redaktion Parkn’Sleep.






