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Gastgeber-Storys

„Zuerst kam ein Camper. Jetzt kommen Freunde.“, Familie Brunner vom Emmental

22.04.2025
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6
Min. Lesezeit
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Redaktion Parkn’Sleep
Bauernhof mit roten Scheunen im Grünen

Als vor drei Jahren zum ersten Mal ein Kastenwagen auf den Hof der Brunners rollte, war das ein Versehen, der Fahrer hatte sich verfahren. Heute stehen hinter dem Kuhstall zwei offizielle Stellplätze, und Vreni Brunner sagt einen Satz, den wir so oft von Gastgebern hören: „Ich hätte nie gedacht, dass das so schön wird."

Wie alles anfing

„Der verfahrene Camper damals hat gefragt, ob er die Nacht bleiben darf", erzählt Ueli Brunner, während er den Melkstand abspritzt. „Ich habe gesagt: von mir aus, aber um halb sechs läuft hier der Traktor." Am Morgen stand der Gast mit zwei Kaffeetassen im Stall und hat beim Füttern zugeschaut. „Da habe ich gemerkt: Die wollen gar keinen Campingplatz. Die wollen sehen, wie wir leben."

Über eine Nachbarin kamen die Brunners zu Parkn'Sleep. Anmeldung, Fotos, Preis festlegen, „das hat der Jüngste am Küchentisch gemacht, in einer Stunde", sagt Vreni. Seither ist der Platz von April bis Oktober fast jede Nacht belegt.

Was sich verändert hat

Finanziell sei es „ein schönes Zubrot, kein Lottogewinn", sagt Ueli, es zahlt den Zahnarzt der Kinder und die neue Melkmaschinen-Wartung. Wichtiger sei etwas anderes: „Wir sind ein Hof im Nirgendwo. Jetzt sitzen abends Leute aus Hamburg, Lyon oder Zug an unserem Brunnen und wir reden. Das gab es vorher nicht."

Die Eier aus dem Hofladen-Kühlschrank sind übrigens jeden Morgen ausverkauft. „Wir haben extra fünf Hühner mehr", lacht Vreni. „Die heissen jetzt alle nach Stammgästen."

💡 Selber Platz anbieten? Eine ebene Wiese oder ein Hofplatz genügt für den Anfang. Alles Wichtige findest du auf unserer Gastgeber-Seite, die Einrichtung dauert etwa eine Stunde.

Die Regeln der Brunners

Drei Dinge stehen auf dem laminierten Zettel am Stalltor: Ankunft bis 21 Uhr, Hunde an die Leine (wegen der Katzen), und wer will, darf um halb sieben beim Füttern helfen. „Die Hälfte steht tatsächlich auf", sagt Ueli. „Denen musst du dann fast den Kaffee aufdrängen, damit sie wieder gehen." Er grinst. „Zuerst kam ein Camper. Jetzt kommen Freunde. Manche zum dritten Mal."

Die Plätze der Familie Brunner findest du im Netzwerk unter „Hofplatz Emmental", mit etwas Glück inklusive Stallbesuch.

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