Mitte Oktober passiert in den Alpen etwas Wunderbares: Die Reisebusse verschwinden, die Lärchen fangen Feuer, und plötzlich gehören die Pässe wieder denen, die anhalten wollen. Drei Routen für die schönste Camper-Zeit des Jahres, mit Schlafplätzen, die im Sommer Monate im Voraus weg wären.
Route 1: Das goldene Engadin (3 Tage)
Von Zernez über den Ofenpass und zurück durchs Tal nach Sils: Nirgendwo leuchten die Lärchen im Oktober so wie hier. Übernachte auf dem Hofplatz oberhalb von Zuoz, morgens liegt oft der erste Raureif auf der Wiese, und der Blick reicht bis zur Bernina. Einplanen: warme Schuhe und den Fotostopp am Stazersee. → Plätze im Engadin öffnen
Route 2: Die Jura-Höhenroute (2 Tage)
Der unterschätzte Herbst-Klassiker: Vom Chasseral über die Kammstrasse Richtung Vue des Alpes. Kein Passverkehr, dafür Weitsicht über das Nebelmeer bis zu den Alpen, du stehst buchstäblich über den Wolken, während das Mittelland grau frühstückt. Die Metairies (Berggasthöfe) am Weg kochen bis Ende Oktober; einige bieten Stellplätze direkt an der Weide. → Plätze auf der Jurahöhe öffnen
Route 3: Berner Oberland ohne Hauptsaison (3 bis 4 Tage)
Grindelwald und Lauterbrunnen kennst du aus dem Sommer als Blechlawine. Im November sind dieselben Strassen fast leer, die Wasserfälle voller denn je, und der Platz beim Bergbauern im Haslital, der im Juli auf Wochen ausgebucht ist, hat plötzlich jede Nacht frei. Höhepunkt: der Morgen, an dem der erste Schnee auf der Eiger-Nordwand liegt und du im Warmen sitzt. → Plätze im Berner Oberland öffnen
💡 Herbst-Praxis: Prüfe vor der Fahrt die Passzustände, einige schliessen je nach Wetter ab Ende Oktober. Und filtere auf Parkn'Sleep nach „Ganzjährig geöffnet": Rund ein Drittel der Plätze bleibt auch im Winter buchbar.
Die kalte Wahrheit zum Schluss: Ja, die Nächte werden frisch. Wie du auch ohne Standheizung warm schläfst, liest du in unseren Winter-Basics, der perfekte Begleitartikel zu jeder dieser Routen.






